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Dubai

© Text und Photos: Silke Wolff Die Vereinigten Arabischen Emirate, der Zusammenschluss von 7 arabischen Emiraten, warteten auf mich. Eine Ecke der Welt, die sich im Eiltempo zu einem Land der Superlative entwickelt hat. Ich wollte in die luxuriöse Glitzerwelt und mit eigenen Augen sehen, was alles möglich ist, wenn Geld keine Rolle spielt. Der März erschien mir als ideale Zeit. Die Temperaturen waren nicht so heiß wie im Sommer. Downtown Dubai

1. und 2. Tag:   Anreise

Am späten Nachmittag des 01.03.2014 war der Koffer gepackt. Ich machte mich bereits am Vortag des Abfluges auf den Weg nach Hannover. Für eine Anreise am Flugtag erschien mir die Zeit zu knapp. Der Flug sollte bereits am Vormittag starten. Die Anreise zum Flughafen war nicht weit. Der ICE benötigte nur 50 Minuten von Bielefeld nach Hannover. Die S-Bahn brauchte noch einmal knapp 25 Minuten zum Flughafen. Ich übernachte im Maritim Hotel direkt gegenüber dem Terminal. Das war praktisch. Alles konnte ich zu Fuß erreichen. Freundlich wurde ich an der Hotelrezeption empfangen. Vom Zimmer war ich dagegen enttäuscht. Es war im altbackenden Maritimstil eingerichtet. Es war Sonntag. Das Restaurant leer. Ich war der einzige Gast, als ich bereits um 6:30 Uhr frühstückte. Eine Stunde später ging zum Terminal hinüber. Der Koffer war schnell eingecheckt. Den Check-in hatte ich schon online erledigt. Auf die Minute genau begann das Einsteigen. Bei der Durchsage „Boarding completed“ saß ich allein in einer 3er-Reihe. So konnte ich ans Fenster durchrücken und begann schon mal zu fotografieren. Der Airbus A 319-100 rollte zur Startbahn und hob pünktlich nach Frankfurt ab. Schön, dass über den Wolken immer die Sonne scheint. Das machte gute Laune. über den Wolken Der Himmel über Frankfurt war fast wolkenfrei. Die Skyline war gut zu erkennen. Nach nur 35 Minuten landete die Maschine schon wieder. Gelandet bin ich im Bereich A. Der Weg zum Bereich C für den Weiterflug war lang. Zum Glück hatte 3 Stunden Zeit. Vor den Gates musste ich nochmals durch eine Sicherheitskontrolle. Das Personal war unhöflich. Bei der Lufthansa gab es am Gate Zeitungen. So konnte die die Wartezeit gut überbrücken. Nach einiger Zeit bemerkte ich, dass sich mein Abfluggate geändert hatte. Kaum saß ich am richtigen Gate, kam die Durchsage, dass der Flug ausgebucht sei und daher kein zusätzliches Handgepäck erlaubt sei. Die junge Frau neben mir, bat mich mit ihrem Lebensgefährten ein paar Reihen weiter vorne, zu tauschen. Warum nicht? Auch wenn ich es noch bereute. Ich saß nun neben einem sehr egoistischen älteren Ehepaar, dass sich mehrere Male stritt. Flugzeit für die 4.850 Kilometer nach Dubai wurde mit 5:20 Stunden angegeben. Ich freute mich auf eine frühe Ankunft. Die Maschine rollte vom Gate und schon stand sie. Ich dachte erst, es sei nur eine kurze Verzögerung. Dann teilte der 1. Offizier mit, dass es ein technisches Problem gab und wir alle zur Technik in die Werkstatt mussten. Dort stellte man fest, dass an einem Triebwerk ein Ventil ausgetauscht werden musste. Das sollte ca. 40-50 Minuten dauern. Zusätzlich hatte mein Entertainment-System Probleme hochzufahren. Nach nur 30 Minuten war das Problem gelöst und mit 1:40 Stunde Verspätung ging es los. Mein Entertainment-System funktionierte nun auch. So konnte ich die Flugzeit mit Filmen gut rumkriegen. Um 23:20 Uhr Ortszeit (+ 3 Stunden) landeten wir endlich. Dubai hat ebenfalls einen Flughafen der sehr langen Wege. Als ich mich in die sehr lange Schlange vor der Einreisekontrolle einreihte, war es bereits 23:45 Uhr. Die Formalitäten gingen sehr langsam voran. In der Schlange nebenan, fiel ein älterer Herr schon zweimal um, bevor er bevorzugt abgefertigt wurde. Um 0:30 Uhr habe ich es geschafft. Mein Koffer kam zügig. Vor dem Gebäude wartete unser Reiseleiter. Er war sehr gut zu erkennen. Endlich, um 1:00 Uhr saß die gesamte Reisegruppe im Bus und wir fuhren die Sheikh Zayeed Road gut 30 Minuten in unser Hotel. Todmüde fiel ich nach einer kalten Dusche ins Bett.

3. Tag: altes Dubai

Nach einer äußerst kurzen Nacht begann die Stadtrundfahrt durch das „alte“ Dubai. Am Dubai Creek spiegelten sich die Dhows in der Fassade der National Bank. Der Creek ist ein Meeresarm des Persischen Golfes, der 14 km ins Landesinnere reicht. Dubai Creek Natürlich war ein Besuch des Dubai Museums Pflicht. Der Eingang ins Al Fahidi Fort und in das unterirdische Museum führte durch eine alte original erhaltene Teakholztür. Das Museum gab einen schnellen Eindruck von der Geschichte und Entwicklung Dubais. Al Fahidi Fort - Dubai Museum Mit einer abra, dem öffentlichen Wassertaxi, setzten wir über den Creek, um in die alten Souks zu gelangen. Dort wird fast alles angeboten, von Gewürzen, Spielzeug, Haushaltswaren etc., was die Dhows über den Persischen Golf transportiert haben. Weiter ging es in den Goldsouk. Der aktuelle Goldpreis wird auf elektronischen Tafeln angezeigt. Am Soukeingang wird in einem Schaufenster der größte Goldring der Welt ausgestellt. Er ist allerdings unverkäuflich. Alles andere was dort glitzert und funkelt schon. Besonders sehenswert fand ich den Brautschmuck. Schmuckstücke in der Größe hatte ich noch nie gesehen. Gold Souk Für den europäischen Geschmack und den touristischen Geldbeutel war ebenfalls reichlich Angebot vorhanden. Im Stadtteil Jumeirah wohnen Emiratis in schicken Einfamilien- oder Doppelhäusern. An der Jumairah Road befinden sich zahlreiche Boutiquen einheimischer Designer, eine Bankfiliale nur für Frauen und die Kliniken von privaten plastischen Chirurgen. Die Wartehäuschen an der Bushaltestelle sind zu meinem Erstaunen sogar klimatisiert. Jumeirah ist einer der wenigen Stadtteile, in dem Ausländer Immobilieneigentum erwerben dürfen. Überhaupt beträgt der Ausländeranteil der Bewohner 85 %. Deren Aufenthaltsgenehmigung ist an einen Arbeitsvertrag gekoppelt. Grundsätzlich wird die Aufenthaltsgenehmigung nur bis zum 60. Lebensjahr ausgestellt. Ältere müssen das Land ohne Ausnahme verlassen. Die Jumeirah Moschee ist die einzige Moschee, die von Nichtgläubigen, während einer Führung, betreten werden darf.  Auf einer künstlichen Insel am Jumeirah Beach steht eines der Wahrzeichen Dubais, das Burj Al Arab. Das 1999 eröffnete Luxushotel gehört tatsächlich schon zu den älteren Sehenswürdigkeiten. Burj Al Arab Nach 5 Stunden war ich zurück im Hotel. Die Wärme und Feuchtigkeit zusammen mit der kurzen Nacht hatten mich geschafft. Ich gönnte mir eine lange Pause einschl. Mittagessen im Hotel. Am späten Nachmittag machte ich mich zu Fuß auf den Weg zur Mall of Emirates. Schnell merkte ich, dass ich nicht in einer Fußgängerstadt war. Es gab kaum durchgängige Bürgersteige und wenn, waren sie oft zugeparkt. In der Mall gibt es ca. 400 Geschäfte. Alle gängigen europäischen Marken sowie internationale Designer sind vertreten. Skurril ist die zur Mall gehörende Ski-Halle. Mall of Emirates Ski Dubai Nach über 2 Stunden hatte ich genug. Ein Taxi brachte mich zurück ins Hotel.

4. Tag: Abu Dhabi

Heute ging es in das 140 Kilometer entfernte Abu Dhabi. Die Fahrt führte durch die Wolkenkratzer der Dubai Marina und durch die Freihandelszone Jebel Ali. Außer in dieser Zone dürfen Ausländer nur 49 % an Unternehmen halten und benötigen einen einheimischen Partner. Für Pkws ist eine maximale Geschwindigkeit von 120 km/h erlaubt. Es wird immerhin eine Toleranz von 20 km/h akzeptiert. Dafür sind die Dienstfahrzeuge der Polizei von Mercedes, BMW und sogar Lamborghini. An der Grenze zu Abu Dhabi änderte sich die Farbe der Fahrbahn und es wurde grüner. Die künstliche Bepflanzung ist gut, um bei Sandstürmen, den Sand von der Fahrbahn fernzuhalten. Nach 2 Stunden inkl. Pause kam die neue Sheikh Zayeed Grand Moschee in Sicht. Ein imposantes Bauwerk. Bevor wir den Bus verließen, mussten alle angemessen gekleidet sein. Das bedeutete lange Hosen, Kopftuch und bedeckte Arme. Die angemessene Kleidung wurde kontrolliert und trotz gestriger Ankündigung klappte das nicht bei allen. Das Eingangsportal ist gewaltig. Der Innenhof riesig, mit den blumigen Mosaiken und den goldverzierten Säulengängen. Sheikh Zayeed Grand Moschee Vor der Gebetshalle mussten die Schuhe im Regal zurückbleiben. Es war kühl auf dem weißen Marmor. Auf dem Teppich des Gebetsraumes empfing mich der größte Kronleuchter der Welt mit Swarovskikristallen. Im Teppich gibt es zur Orientierung der Betenden im Abstand von 1,5 m Erhöhungen. Auf einer abgesteckten Route wurden die Besucher durch die Gebetshalle geführt. Sheikh Zayeed Grand Moschee Von der Moschee fuhren wir ins Zentrum, vorbei an dem Messeturm, dem „schiefen Turm von Abu Dhabi“, durchs Botschaftsviertel. Die Botschaftsgebäude sind hauptsächlich in einheitlicher Architektur auf Strandgrundstücken gebaut. In diesem Viertel stehen auch die Paläste der Herrscherfamilie. Die Pracht war hinter den hohen Mauern und Grün nur zu erahnen. Die Straße führte direkt auf den monumentalen Eingangsbogen des Emirates Palace Hotels zu. Die ca. 1 km² große Anlage gehört der Herrscherfamilie. Ursprünglich war sie als Palast gebaut worden. Nun entsteht eine neue gigantische Palastanlage unweit des Hotels. Emirate Palace Hotel Als Nächstes stand das UAE Heritage Village auf Breakwater Island auf dem Programm. Das Beste daran war der Skylineblick vom Strand. Leider spielte das Wetter nicht ganz mit. Abu Dhabi Nach einer Mittagspause in der Marina Mall verließen wir das Zentrum über die Corniche. An dem gesamten Küstenabschnitt wird seit Jahren neues Land künstlich aufgeschüttet. Nur vor dem Sheraton Hotel ist noch ein Stück des ursprünglichen Strandes erhalten.  Vor der künstlichen Insel Saadiyat liegt ein Mangrovengebiet. Auf Saadiyat soll ein Kulturzentrum entstehen. Bereits 2015 soll das Louvre Museum eröffnet werden. Die Namensrechte für 30 Jahre hat man für 400 Mio. Euro in Paris gekauft. Weiter gings nach Yas Island. In der Ferrari World befindet sich die zurzeit schnellste Achterbahn der Welt. Direkt nebenan ist der Yas Marina Circuit. Die Formel 1-Rennstrecke und die Boxen ließen sich hinter den hohen Mauern und Grün nur erahnen. Ferrari World Yas Island Circuit Nach dem Abendessen fuhr ich mit dem Taxi zum Burj Khalifa. Ich wollte die Dancing Fountains sehen. Um den Pool waren tausende von Menschen unterwegs, arabische Großfamilien genauso wie Touristen aus aller Welt. Ich fand einen guten Platz auf der Brücke zwischen Mall und Souk Al Bahar. Dancing Fountains Nach 3 Minuten war die Show bereits vorbei. Wartend schlenderte ich herum. Direkt vor dem Burj Khalifa war die Sicht ebenfalls nicht schlecht. Nach 2 weiteren Shows wollte ich zum Hotel zurück. Ein Taxi zu bekommen, war nicht so einfach. Ein- und/oder Aussteigen ist nur an bestimmten Stellen erlaubt, die Luxushotels nicht immer zugänglich. Nach dem langen, ereignisreichen Tag fiel ich müde aber glücklich ins Bett.

5. Tag: modernes Dubai – Sharjah

Die Tour durch das moderne Dubai begann an der Dubai Mall. In der Mall befindet sich mit ca. 10 Mio. Liter Wasser eines der größten Aquarien der Welt. Ich beobachtete die zahlreichen Fische hinter der 32 m breiten und 75 cm dicken Acrylscheibe. Durch die Mall ging es zur Lagune. Sonnenstrahlen fielen auf den Burj Khalifa, dem zurzeit mit 828 m höchste Gebäude der Welt. Burj Khalifa Natürlich hatten wir eine Fahrt „At the Top“ gebucht. Ein durchgehender Lift brachte mich in einer Minute in den 124. Stock auf 452 m Höhe, auf die zweithöchste Aussichtsplattform der Welt. Leider war es etwas dunstig und so die Fernsicht etwas eingeschränkt. Trotzdem beeindruckte der Blick auf den Burj Khalifa Lake. Richtung Meer waren am Horizont die Inseln von „The World“ zu erkennen. Aussicht vom Burj Khalifa Die Baukosten des Gebäudes betrugen 1,5 Mrd. US $. Architektonisch ist es eine Meisterleistung. Für die Wasserversorgung muss das Wasser auf mehreren Etagen in Zisternen bevorratet werden. Die Rohre können dem Druck, um es von unten in die oberen Etagen zu pumpen, nicht standhalten. Verbraucht werden immerhin 1 Mio. Liter pro Tag. Für uns ging es weiter zur Dubai Marina. Künstliche Wasserstraßen führen die Schluchten der Hochhäuser. Zahlreiche Restaurants und Cafés säumen den Fußweg. Die Dubai Marina ist eine beliebtest Wohngebiet, für die, die sich die ca. € 50.000,-- Jahresmiete leisten können. Zwei Wolkenkratzer der Superlative sind hier zu finden, der Princess Tower, das höchste Wohngebäude der Welt und der Cayan Tower, dessen Fassade um 90 Grad gedreht ist. Dubai Marina Die Brücke, die auf „The Palm“ führt, gab den Blick auf eine Privatinsel mit davor ankernder Jacht des Sheikh frei. Schiffe in der Größe, seine Privatjacht, werden woanders als Kreuzfahrtschiff genutzt. Auf dem Stamm der Palme stehen riesige Apartmenthäuser. Die Wedel mit den Villen sind nur für Bewohner und angemeldete Besucher zugänglich. Auf dem äußeren Ring der Palme werden zahllose Luxushotels gebaut. Das berühmteste ist sicherlich das Atlantis-Hotel „The Palm“. Ich fand die im Durchschnitt ca. 5 km breite Palme enttäuschend. Es wurde noch viel gebaut, die Häuser standen dicht gedrängt. Atlantis-Hote “The Palm”     “The Palm” Die heutige Mittagspause verbrachte ich im Madinat Jumeirah Souk, den öffentlichen Teil zweier Luxushotels, mit Blick auf den Burj Al Arab. Ich fand es sehr schön. Genau die richtige Umgebung, um einen Abend zu verbringen. Madinat Jumeirah Souk Das Emirat Sharjah (Bedeutung: die aufgehende Sonne) ist nur 15 Kilometer entfernt. Es herrscht, im Vergleich zu Dubai und Abu Dhabi, ein eher konservativer Scheich. Alkohol ist strengstens verboten. Allerdings hat das benachbarte Emirat Ajman die Lücke entdeckt und importiert alkoholische Erzeugnisse, füllt mit dem Zoll die Staatskassen und verkauft an alle. Eine unscheinbare Brücke bildet die Grenze. Besser ist sie durch die endende Metro zu erkennen. Viele Gastarbeiter wohnen wegen der viel günstigeren Mieten in Sharjah. Um das Pendeln zu erschweren, wir die Verbindungsstraße schmaler und die Metro endet. Paradox ist, dass die Metro ca. 120 Kilometer bis Abu Dhabi weitergebaut werden soll, aber nicht die 15 Kilometer bis Sharjah. Direkt hinter der Grenze drängen sich daher die Wohnhochhäuser. Die haben zwar für Notfälle alle einen Hubschrauberlandeplatz, aber nicht unbedingt ein durchgängiges Abwassersystem. In diesen Fällen muss mit Lkws abgefahren werden. Wer sich die ca. € 5.000,-- bis € 20.000,-- Studiengebühren an der privaten Universität leisten kann, darf in einer luxuriösen Parkanlage lernen. Eine Prachtstraße führt zu den einzelnen Gebäuden der Fakultäten. Alle Gebäude sind im arabischen Stil gehalten. Sharjah Universität Am Sharjah Creek steht der relativ bescheidene Herrscherpalast. Direkt nebenan das Gelände des Damenclubs mit Sportanlagen und Privatstand. Auf der gegenüberliegenden Creekseite werden in einer großen Industrieanlage Ölplattformen repariert. Nicht gerade eine tolle Aussicht vom Palast. Am Ufer ankern zahlreiche Dhows, die nicht sehr seetüchtig und vertrauenserweckend sind. Im Plant & Pot Souk waren die Verkäufer kurz vor Feierabend ziemlich aufdringlich. Ich habe mir nicht wohlgefühlt. Anschließend ging es über den Obst- und Gemüse Souk und den Fisch Souk. Die Programmpunkte hätten für mich nicht sein müssen. Schöner fand ich den Blauen Souk im Abendlicht. Blauer Souk Sharjah Der lange eindrucksvolle Tag endete mit einem gemütlichen Abendessen im Hotel.

6. Tag: Wüstensafari

Programm war erst wieder heute nachmittag. Als ich spät erwachte, war es draußen total neblig. Die umliegenden Häuser und die Straße nicht zu erkennen. Ich wollte die neue Metro ausprobieren. Nicht nur der Weg vom Eingang der Mall of Emirates bis zur Metro ist weit. Insgesamt sollte man in Dubai gut zu Fuß sein. Für umgerechnet gut € 3,-- kaufte ich mir einen Daily Pass. Der Automat akzeptiert meinen Schein nicht. Ein Assistent war sofort zur Stelle und half. Die Metro-Station uns großzügig und luxuriös ausgestattet, klimatisiert, Rolltreppen, Fahrstühle, Kioske, Toiletten, alles war vorhanden. Die Bahnsteige sind mit einer automatischen Glastür gesichert. Sie öffnen sich erst, wenn der Zug eingefahren ist. Hinter der Gold Class ist mind. ein Wagen ausschließlich für Frauen und Kinder reserviert. Männer, die die Hinweisschilder übersehen und einsteigen (wollen) werden höflich aber mit Nachdruck darauf hingewiesen. Ich erlebte nur zwei deutsche Touristenehepaare, die dies ignorierten. Für mich ein absolutes Tabu. Regeln des Gastlandes müssen einfach akzeptiert werden. Ich fuhr bis zur Endstation Creek. Leider ein Reinfall. Vom Creek war nichts zu sehen. Metro Station Auf dem Rückweg stieg ich am Burj Khalifa aus. Bis zur Dubai Mall waren es ca. 900 m Fußweg. Der Weg führte durch eine Glasbrücke mit Laufbändern und Klimaanlage. In der Mall ging erst zur Eisbahn. Sie hat olympische Ausmaße. Weiter ging zum Wasserfall. Über drei Etagen (24 Meter) fällt das kühlende Nass in die Tiefe. Dubai Mall Schon am Vortag hatte ich in der Mall einen Verkaufsstand der berühmten Kamelschokolade entdeckt. Da ich mit dem Taxi zum Hotel zurückfahren wollte, kaufte ich als Souvenir gleich mehrere Tafeln. Am späten Nachmittag fuhren die Jeeps für die Wüstensafari vor das Hotel. Die 16 Teilnehmer wurden auf 3 Fahrzeuge aufgeteilt. Die Sitzverteilung bestimmte der Fahrer. Glück gehabt, ich musste nicht in der Mitte sitzen. Insgesamt 1 Stunde fuhren wir aus der Stadt hinaus. Nur ein kleines Stück abseits der Straße sammelten sich die zahlreichen Fahrzeuge. Die Luft wurde aus den Reifen gelassen. Nach einer ½ Stunde fuhren die Ersten in die Wüste. Auch für uns begann die teilweise halsbrecherische Fahrt durch die Sanddünen. Einige Fahrer nahmen nicht genug Schwung. Sie blieben in dem feinen losen Sand stecken. Der Spott der Kollegen war ihnen sicher. Nach 30 Minuten ist schon wieder alles vorbei. Es wurden kleine Kompressoren ausgepackt, die wieder Luft in die Reifen pumpten. Die Abendsonne färbte die Sanddünen rot. Wüstensafari In dem Camp, wo wir ein Abendessen bekamen, fanden etwa 600 Personen Platz. Die Massenabfertigung war super organisiert. Der Grill fleischbeladen, Beilagen und Getränke mehr als ausreichend vorhanden. Das Unterhaltungsprogramm in Form eines Derwish- und Bauchtanzes eher Nebensache. Spät am Abend setzte uns unser Fahrer wieder vor dem Hotel ab. Vorsichtig zog ich meine geschlossenen Schuhe über dem Papierkorb aus. Ich versuchte sie gut wie möglich von dem feinen Sand zu befreien. Auch ich benötigte eine komplette Entsandung unter der Dusche. Es war ein schöner, dank meiner Mitfahrer, ein lustiger Abend.

7. Tag: Al Ain

Heute fuhren wir ca. 150 km landeinwärts in die Oasenstadt Al Ain. Aufgrund der Grundwasservorkommen ist es dort grün. Den Beinamen „Gartenstadt“ trägt sie zu Recht. Da Dubai in der Nord-Süd-Ausrichtung seine maximale Ausdehnungsmöglichkeit bereits ausgenutzt hat, werden neue Gebiet in der Wüste Richtung Osten erschlossen. Außerhalb des Zentrums von Dubai passierten wir neben Neubauten die neue Pferderennbahn. Die Tribüne ist immerhin 1.600 m lang. An der Kamelrennbahn pausierten gerade Tiere. Wir legten deshalb einen ausgedehnten Stopp ein. Auf den Rennkamelen dient ein kleiner Roboter, der per Walkie-Talkie gesteuert wird, als Jockey. Das Training auf der 6 bzw. 9 km langen Rennbahn findet 2x täglich statt. Kamelrennbahn Die Grenze nach Abu Dhabi war nur an den geänderten Straßenlaternen zu erkennen. Durch die Stadt Al Ain führt die Grenze zum Oman. Auf omanischer Seite heißt die Stadt Buraimi. Um Pendler zu vermeiden, ist sie durch einen hohen Stacheldrahtzaun gesichert. Der Grenzübertritt kostet Gastarbeiter gebühren. Für Emiratis und Touristen es er frei. So wird vermieden, dass die Gastarbeiter aufgrund der niedrigen Lebenshaltungskosten in den Oman ziehen. Die Oasenstadt hat zwar 500.000 Einwohner aber keine Hochhäuser. Zusammen mit dem vielen Grün verleiht ihr das etwas Angenehmes. Das Jahil Fort war, es war Freitag, geschlossen. So konnten wir es nur von außen besichtigen. Jahil Fort Etwas außerhalb der Stadt befindet sich der einzige Kamelmarkt des Landes. Es werden Tiere für jeden Zweck angeboten, Rennkamele, Stuten mit Jungen, Zuchttiere und Schlachttiere. Kamelmarkt Die Mittagspause verbrachten wir in der Al Ain Mall. Direkt am Haupteingang ist eine Eisbahn. Aus der Kuppel fielen Eisblumen und ein Schneemann schaute zu. Etwas unwirklich bei über 30 °C in der Wüste. In der Stadtoase bekamen wir die Bewirtschaftung und Befruchtung von Dattelpalmen erklärt. Anschließend ging es in Al Ain Nationalmuseum um uns über die Stadtgeschichte zu informieren. Neben historischen Stücken sind internationale Gastgeschenken und Orden ausgestellt. Besonders beeindruckt hat mich der Orden de Isabel la Católica. Am frühen Abend hatten wir die Skyline von Dubai wieder im Blick. Der Burj Khalifa ließ die anderen Wolkenkratzer klein aussehen. Stadtoase Al Ain Den Abend verbrachte ich im Souk Madinat Jumeirah. Die Restaurants auf der Promenade waren voll besetzt. Die Geschäfte im Souk boten ein exklusives ausgefallenes Angebot.

8. Tag: Big Bus Tour

An dem programmfreien Tag entschied ich mich für eine Big Bus Tour Hopp-on and Hopp-off. An der Haltestelle an der Mall of Emirates kaufte ich mir ein sog. Kombi-Ticket. Das war für einen Tag und eine Nachttour gültig. Jeder Platz im Bus, innen und außen, verfügte über ein Audiosystem mit Erläuterungen in 10 Sprachen.  Der Bus fuhr die Sheikh Zayeed Road zur Dubai Mall hinauf. Sheikh Zayeed Road Die Einkaufsmall ist eine der größten der Welt und hat eine Fläche von ca. 50 Fußballfeldern. Obwohl er ziemlich langsam fuhr, zog es draußen ganz schön. Nach 1 Stunde erreichte der Bus die Wafi Mall bzw. das ägyptisch geschmückte pyramidenförmige Raffles Hotel. Es bestand hier die einzige Umsteigemöglichkeit von der blauen Beach-Route in die rote City-Route. Vorbei am Dubai Museum und am alten Souk stieg ich am Sheikh Saeed al Maktoum’s House das erste Mal aus. Es waren fast keine Menschen in der Anlage. Es gab auch nicht so viel zu sehen. Schon nach 30 Minuten stieg ich in den nächsten Bus. Nach dem Gold- und Gewürz-Souk war ich wieder an der Wafi Mall. Eine volle Runde dauerte immerhin 2 Stunden. Dort machte ich eine gemütliche Mittagspause. Anschließend stieg ich wieder in die blaue Linie. Die fuhr jetzt am Jumeirah Strand hinunter. Jumeirah Beach Road Es waren am Horizont die Insel von „The Word“ zu erkennen. Die Inseln sind 4 km vom Festland im Meer aufgeschüttet. Die Aufschüttungen haben eine Breite von 9 km und eine Länge von 7 km. Eine direkte Verbindung vom Festland gibt es nicht. Die Inseln sind nur per privatem Boot oder Helikopter erreichbar. An dem Strandabschnitt zwischen dem Burj al Arab und The Palm befinden sich die Sommerpaläste der Herrscherfamilie. Von oben aus dem Doppeldeckerbus waren die Grundstücke trotz hoher Mauer und Begrünung etwas einzusehen. Welche Pracht sich dahinter verbirgt! Die Apartmenthäuser auf dem Stamm der Palme gefielen mir beim zweiten Mal nicht besser. Auf den Palmenwedeln wäre es mir, wenn ich so viel Geld ausgeben könnte, zu eng. Erst spät war ich im Hotel zurück. Aus Zeitgründen, damit ich die einzige Abfahrt der Nachttour nicht verpasste, fiel das Abendessen aus. Die Häuserschluchten waren teilweise bunt beleuchtet. Obwohl die Lichter nicht so hell strahlten, war die Nachttour lohnenswert. Besonders gefiel mir, auf der Rückfahrt von The Palm, die beleuchtete Skyline der Dubai Marina. Die Light-Show an der Wafi-Mall war inkludiert. Hätte ich aber nicht unbedingt sehen müssen. Spät erreichte der Bus wieder die Mall of Emirates.

9. Tag: Dhow Cruise

Zum letzten Mal fuhr ich mit dem Taxi zur Mall of Emirates. Von dort ging es mit der Metro zur Station Al Ghubaida. In meinem Big Bus Ticket von gestern war eine Dhow Cruise enthalten. Ich wollte sie heute nachholen und war überzeugt, dass ganz in der Nähe die Dhow ablegt. Doch ich lief fast das ganze Creek-Ufer ab, durch den Stoffsouk, vorbei am Regierungsgebäude etc.. Nach 30 Minuten wollte ich schon fast aufgeben, als ich das Big Bus Schild entdeckte. Auf der Dhow musste ich mich erst einmal erholen. In der Sonne war mir warm geworden. Dubei Creek Die Dhow fuhr ein Stück weiter in den Creek hinein. Vor dem Sheraton-Hotel neben der National Bank of Emirates ankerten ein paar tolle Jachten. In die andere Richtung fuhr die Dhow bis zur Meeresmündung.  Das Diving Village und das Sheikh Saeed al Maktoum House sahen vom Wasser viel besser aus. Diving Village - Sheikh Saeed al Maktoum House Nach gut 45 Minuten legte die Dhow wieder an. Nach Wegweisern ging ich zur nächsten Metrostation. Das war Burjman und nur 800 Meter entfernt. Im Hotel bekam ich noch ein Mittagessen. Das war eigentlich das Abendessen vom Ankunftstag, dass wir aufgrund der späten Ankunft nicht bekommen hatten. Es wurde nun Zeit endlich meine Sachen zu packen. Schon vor ein paar Tagen hatte ich an der Rezeption ein Late-check out um 18:00 Uhr gebucht. Die Zeit bis zur Abholung zur Dinner Cruise verbrachte ich auf der Hotelterrasse. Kaum hatte die Dhow abgelegt, wurde das Buffet eröffnet. Das Essen war richtig gut. Während wir aßen, war die Dhow ein gutes Stück in den Creek hineingefahren. Das rechte Ufer wurde von 5 bis 6 weißen Palästen gesäumt. Große Schilder wiesen darauf hin, dass nicht fotografiert werden durfte. Wahrscheinlich gehörten die Paläste Mitgliedern der Herrscherfamilie. Am Ende des Creeks drehte die Dhow und fuhr bis zur Mündung in den Persischen Golf. Die Minarette der Moscheen sowie einige Häuser am Souk sahen beleuchtet wirklich nach Orient aus. Dhow Dinner Cruise Zwei Stunden dauerte die Fahrt. Es war ein schöner Abschluss. Von der Dhow fuhren wir direkt zum Flughafen. Nach nur 10 Minuten waren wir am Terminal. Der Check-in am Swiss-Schalter war entspannt. Nach der Passkontrolle und Sicherheitskontrolle, diesmal alles ohne lange Schlangen, begann der lange Weg zum Gate.

10. Tag: Heimflug

Lt. Bordkarte sollte um 1:30 Uhr das Boarding beginnen. Am Gate war allerdings noch keine Maschine zu sehen. Hatte ich am Check-in doch richtig gehört, dass andere Passagiere die Information bekamen, dass der Flug 20 bis 30 Minuten verspätet war. Ich wurde unruhig. Meine Umsteigezeit in Zürich war knapp, nur 1:05 Stunde. Schließlich rollte doch eine Swiss-Maschine ans Gate. Sie kam aus dem Oman. Mit 45 Minuten Verspätung stiegen wir ein. Genau um 3:00 Uhr bzw. 0:00 Uhr deutscher Zeit startete der Flug. Die Flugzeit bis Zürich wurde mit nur 6:10 Stunden angegeben. Das bedeutete, dass sie pünktlich in Zürich landen würde. Beruhigt schlief ich tief und fest ein, bis mich Turbulenzen über dem Schwarzen Meer unsanft weckten. Kurz vor der Landung wurde auf den Monitoren schon die Gate für die Anschlussflüge angezeigt. Direkt an der Maschine nahmen Beamte der Züricher Kantonspolizei eine Passkontrolle vor. Das verzögerte das Aussteigen. Ich ging direkt zu meinem Anschlussgate. Der Weg war sehr lang. Nach der Sicherheitskontrolle fuhr ich mit einer Skybahn in ein anderes Terminal. Dort wartete die Passkontrolle. Genau eine Stunde nach der Landung und einem zügigen Marsch durch den Züricher Flughafen, stieg ich 10 Minuten vor Abflug in die Maschine nach Hannover. Nach der Enteisung, draußen waren es -2 °C, konnten sie starten.  Nach einer Stunde war ich in Hannover. Die Wege waren dort nicht weit. Schnell saß ich in der S-Bahn zum Hauptbahnhof. Mit dem ICE ging es nach Hause. Dubai ist eine erlebnisreiche Stadt. In einer Woche habe ich viel Faszinierendes gesehen und erlebt. Jeder Stadtteil ist auf seine Art sehenswert. Allerdings hatte ich die Entfernungen und die Großflächigkeit unterschätzt. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind zur Fortbewegung nur bedingt geeignet und stark entwicklungsbedürftig. Deshalb bin ich noch nie so viel Taxi gefahren wie in Dubai. Ich werde mal abwarten, wie sich Dubai in den nächsten Jahren entwickelt.
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Die Vorstellung ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erlebnis! (Oskar Wilde)
Silke Wolff
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