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Kenia & Tansania

Teil II: Tansania © Text und Photos: Silke Wolff zum Teil I: Kenia

12. Tag: Amboseli NP – Arusha

Bei der Einreise nach Tansania warteten die neuen Guides mit ihren Jeeps. Zuerst wurde das Gepäck umgeladen, dann die Formalitäten erledigt. Nachdem ich die Einreisekarte und den Visaantrag ausgefüllte hatte, ging ich das erste Mal zum Schalter. Zurück erhielt ich ein Formular mit dem ich die Gebühr von US $ 50,-- in der gegenüberliegenden Bankfiliale einzahlen musste. Akzeptierte wurden ausschließlich US- Dollar in bar. Mit der Einzahlungsquittung ging ich zurück. In meinem Pass, der dort verblieben war, war in der Zwischenzeit das Visum eingetragen worden. In einer Wechselstube besorgte ich mir auch gleich tansanische Schillinge. Alles hat etwa eine Stunde gedauert. Die Grenzabfertigung der LKWs und Linienbusse war sehr interessant. Für jedes einzelne Fahrzeug wurde das schwere eiserne Grenztor geöffnet. Linienbusse musste das gesamte Gepäck von Dach abladen. Lkw-Dächer wurden von einer speziellen erhöhten Vorrichtung aus kontrolliert. Fotografieren war natürlich strengstens verboten. Tansania Zu meiner Überraschung war die Straße nach Arusha geteert. Ein gutes Gefühl nach Tagen auf Schotterpisten. Unsere Lunchpakete aßen wir in einem heruntergekommenen fliegenreichen Imbiss. Nur wenige bestellten dort etwas zu trinken. Das sorgte für Unmut bei den Guides und den Besitzern. Ich hatte nicht gedacht, dass ich so schnell merke in einem anderen Land zu sein. In Tansania war zwar alles ordentlicher, aber die Menschen schauten nicht so offen und freundlich. In der hügeligen Landschaft waren Mais- und Kartoffelfelder bestellt. Am Nachmittag fuhren wir durch Arusha zur Meru View Lodge am USA River. Die Verwalterin, eine Deutsche, empfing uns herzlich. So bezog ich meinen Bungalow mit Poolblick und relaxte.

13. Tag: Arusha NP

Offiziell standen heute keine Aktivitäten auf dem Programm. Mit einem netten Ehepaar aus der Reisegruppe hatte ich mich aber für eine Tour durch den Arusha National Park entschieden und in der Lodge gebucht. Nach dem Frühstück holte uns der englischsprachige Guide ab. Der Parkeingang war keinen Kilometer von der Lodge entfernt. Am Gate gab es Informationstafeln über die hier lebenden afrikanischen Stämme und über den großen Grabenbruch. Die Spitze des Mount Meru lag heute in den Wolken. Panorama Mount Meru Der Kilimanjaro war gar nicht zu sehen. Laut unseres Guides lag das an den hohen Temperaturen. Normal wären ca. 25 °C gewesen, wir hatten aber gut 30°C. In dem Gebiet, dass die kleine Serengeti genannt wird, hatten sich Büffel und Zebras friedlich um ein Wasserloch versammelt. Dazu hatten sich zahlreiche Warzenschweine gesellt. „kleine Serengeti“ Wir fuhren in den Regenwald, den Mount Meru hinauf. Auf einen Baum saßen Black & White Colobus Affen, schwarze Affen, deren buschiger weißer Schwanz 1 ½-mal so lang ist wie ihr Körper. Trotz der dichten Vegetation sehen wir zahlreiche Dikdiks und Buschböcke sowie Giraffen, die waren aber sowieso nie zu übersehen. Höher im Regenwald lag der Fig Tree Arch. Elefanten haben ein Loch durch die Würgelianen gefressen, um an den Saft dieser Wurzeln zu gelangen, so groß, dass unser Jeep hindurchpasste. Fig Tree Arch Kurz verließen wir den Park für einen Abstecher zur Momella Wildlife Lodge. Ursprünglich als Kulisse für den Hollywoodfilm „Hatari“ gebaut, wurde sie anschließend von dem Schauspieler Hardy Krüger übernommen und zur Lodge und Farm erweitert. Noch heute versuchte man, den Filmmythos zu erhalten. Es schien aber, dass, seit Hardy Krüger die Farm Anfang der 1970er Jahre verlassen musste, kaum etwas geändert wurde. Alles wirkte ein bisschen alt. Viele Gäste schienen die Lodge nicht zu beleben. Von den Wirtschaftsgebäuden war nichts mehr zu sehen. Momella Wildlife Lodge Der kleine Momella See ist für seine Hippos bekannt. Die tummelten sich auf der entgegengesetzten Seite und wir sahen die große Gruppe nur durchs Fernglas. Auf dem großen Momella See lagerten Tausende von Pelikanen. Ich war von der hohen Anzahl der Vögel beeindruckt. Unser Guide war allerdings enttäuscht. Aus seiner Sicht waren es sehr wenige Tiere. Manchmal sei der See ganz von Flamingos bedeckt. Großer Momella See Inzwischen war es Zeit für unser Lunchpaket. Unser Guide wählte einen guten Picknickplatz mit Blick auf den großen Momella See und dem Mount Meru, über dem große Regenwolken aufgezogen waren. Ein einsamer Büffel stand am Seeufer. Männliche Büffel sondern sich im Alter von der Herde ab und werden angeblich etwas verrückt im Kopf und dadurch gefährlich. Unser letzter Stopp war der Ngurdata Krater, leider heute ohne Tiere. Mit seinen 3 km Durchmesser bekam ich schon einen Vorgeschmack auf den Ngorongoro Krater. Ngurdata Krater Am späten Nachmittag waren wir zurück in der Lodge. Es war ein schöner erlebnisreicher Tag.

14. Tag: Arusha – Tarangire NP

Die gemütliche Meru View Lodge mussten wir wieder verlassen. Wir fuhren durch Arusha. Die Stadt bot sehr viel Grün und zahlreiche Touristenhotels. Trotzdem war es eine afrikanische Großstadt, in der man sich als europäische Touristin am Besten nicht alleine aufhält. Wir hielten kurz an einem Supermarkt, um uns mit einer Lotion gegen Mosquitos und Tsetsefliegen einzudecken. Nur 15 Minuten später mussten wir schon wieder an einem Souvenirshop halten. Bis zum Haupteingang des Tarangire Nationalparks fuhren wir 1 ½ Stunden durch. Unser Fahrer bretterte dabei mit halsbrecherischen 120 km/h über die Straße. Wir baten ihn, etwas langsamer zu fahren. Es half nur wenig. Unsere heutige Lodge lag direkt im Park. Vom Gate zur Lodge waren es 32 km. Unser Richard fuhr wieder mit 80 km/h über die Sandpiste.  Wir hofften, dass er es nur tat, damit wir pünktlich zum Mittagessen in der Lodge waren. Sonst hätten wir eingreifen müssen. Auf dem Weg zur Lodge sahen wir fast immer Elefanten. Einer kratzte sich an einem Baum. Wir hörten es deutlich knacken. Elefanten im Tarangire NP Die Lodge bietet sehr große Zimmer mit allen Notwendigen, aber innen wenig Individualität. Lunch wurde an dem sehr schönen Pool serviert. Tarangire Sopa Lodge Als wir zur Nachmittagspirschfahrt starteten hingen dunkle Regenwolken am Horizont und es donnerte. Nach kurzer Zeit mussten wir das Dach unseres Jeeps schließen. Nach dem Regen präsentierte sich die Landschaft in einem umso schöneren Licht. Impalas und eine Elefantenherde standen in der unendlichen Weite. Zwei Löwinnen lagen auf einem Hügel neben einem Busch und betrachteten die Gegend. Stolz präsentierte sich eine bunte Vogelschar auf einem vertrockneten Baum. Nahe dem Fluss sonnten sich die Meerkatzen im Gras. Zwei junge Elefantenbullen rauften sich abseits der Herde. Zwischendurch nahmen sie sich immer wieder Zeit für ein paar Büschel Gras. im Tarangire NP Auf dem Weg zurück zur Lodge standen zwei junge Elefanten am Wegrand. Wir wunderten uns, dass die alleine unterwegs waren, als plötzliche ihre Mutter mit einem Baby um den Termitenhügel kam. Im Restaurant erwartete uns zum Dinner ein ausgezeichnetes Vier-Gänge-Menü, ausnahmsweise kein Buffet.

15. Tag: Tarangire NP – Ngorongoro Krater

Natürlich musste ich auf den Weg aus dem Nationalpark noch ein paar Impalas und Buschböcke fotografieren. Außerhalb des Nationalparks trieben die Massais ihre Kuh- und Ziegenherden auf die Weiden. Das Land war hier viel karger und überweidet. Massai-Viehherde Heute war Sonntag. In Karatu kamen die Bewohner in ihren besten Kleidern aus der Kirche. Die Geschäfte waren trotzdem geöffnet. Ein Wamburi-Krieger stand neben einer verschleierten Frau mit Burka. Karatu Vom Manyara See sahen wir nicht viel. Es war wieder dunstig. Mittags waren wir am Eingang zur Ngorongoro Creation Area. Von einem Aussichtspunkt bot sich ein atemberaubender Blick in den riesigen Krater. Leider war auch der nicht klar. Nur ein paar Metern weiter stand das Denkmal für Michael und Prof. Bernhard Grzimek unscheinbar am Straßenrand. Grzimek-Denkmal Schon der nächste Blick auf einen Nebenkrater, in dem Massais in ihren Dörfern leben war wieder beeindruckend. Alles wurde nur durch den etwas zu forschen Fahrstil unseres Helldrivers getrübt. An der Einfahrt zum Krater öffneten wir das Dach unseres Jeeps. Mit Allradantrieb und diesmal im angemessenen Tempo ging es hinunter. In der fast endlosen Ebene erwarteten uns ein paar Zebras und Gnus. Wir suchten erst einmal einen Picknickplatz zum Lunch. Ngorongoro-Krater Die am meisten vertretende Tierart waren eindeutig die Gnus. Hyänen waren als Gesundheitspolizei ausreichend vertreten. Auf dem Magadisee waren Pelikane und Flamingos durch das Fernglas zu sehen. Es war nicht möglich direkt an den See heranzufahren. Nach weiteren Zebras, Strauße und Gnus lag ein Löwe direkt auf dem Weg. Er war verletzt und sah krank und ungepflegt aus. Löwe im Ngorongoro-Krater Auf der anderen Kraterseite ging ein Gewitter nieder. Wir hörten schon seit einiger Zeit das Donnern, mussten dann unser Dach schließen. Im Regen sahen wir ein Nashorn im Gras liegen. Die Tiere fanden keinen Schutz vor dem Regen und standen nur sehr nah beieinander. Eine schwarze Linie zog sich durch den Krater, Gnus auf der Wanderung. Ein Rudel Löwen beobachtete sie, entspannt im Gras liegend. Eine Riesentrappe auf der Balz erkannte ich erst gar nicht als Vogel. Aus dem Hippopool tauchten die Hippos nur so weit auf, wie es zum Atmen unbedingt notwendig war. Ich erahnte sie mehr, als das ich sie wirklich sah. Wieder zog eine lange schwarze Linie durch das saftige grüne Gras. Ich vermutete Gnus. Als wir näher kamen, sah ich eine große Büffelherde. Büffelherde im Ngorongoro Übernachtet haben wir in der luxuriösen Ngorongoro Sopa Lodge. Vom Pool schaute man direkt in den Krater. Nach dem Dinner wurde ich von der Security zu meinem Zimmer begleitet. Aufgrund der Höhe war es kühl. In meinem Bett fand ich darum zwei Wärmflaschen.

16. Tag: Ngorongoro Krater - Serengeti Nationalpark

Im Morgenlicht war der Blick in den Krater toll und wurde während des Frühstücks immer besser. In der Massaisprache bedeutet Ngorongoro „großes Loch“. Ich fand, er wird seiner Bedeutung gerecht. Ngorongoro-Krater     Ngorongoro Sopa Lodge Wir verlassen die Lodge in Richtung Serengeti Nationalpark. In der Ngorongoro Creation Area zogen Massais mit ihren Vieherden durch die einmalige Landschaft. Von der hoch liegenden Straße konnten wir in ihre Dörfer blicken. Nachdem die Landschaft wieder kahler geworden war, zog eine riesige Herde Gnus hindurch. Soweit das Auge reichte, zogen sie von rechts kommend über die Straße. Einige hundert Meter vor der Straße setzten sie zum Spurt an und galoppierten hinüber. Wieder im Gras verweilten sie. Es war kein Vorbeikommen, so mussten wir warten. Gnu-Herde Die Serengeti grenzte direkte an die NCA. Der Übergang und Gate war etwas unspektakulär. In der endlosen Ebene erschien es, als wenn am Horizont ein See wäre. Es war aber in der flimmernden Mittagshitze nur eine Vatermorgana. So etwas sahen wir an diesem Tag öfters. Einige Kilometer weiter war die Rangerstation mit dem offiziellen Eingang. In der Picknickarea aßen wir unsere Lunchpakete. Anschließend ging es hinunter in die „große weite Ebene“ wie Serengeti in der Massaisprache heißt. Darauf war ich ehrlich gesagt nicht vorbereitet. Der Anblick nahm mir fast den Atem. Nach links wurde die Ebene ganz weit am Horizont von Hügeln begrenzt. Zur Rechten war bis zum Horizont nichts als weites Grasland zu sehen. Sie schien nicht zu enden.       Serengeti NP       Simba-Kopjes An den sog. Simba Kopjes, Felsen, die in der Savanne aufragen, waren keine Löwen zu finden. Nur ein kleines Stück entfernt stießen wir auf eine riesige Gnu- und Zebraherde. Es waren unzählige Tiere. Die größte Herde, die wir bisher gesehen haben. Allerdings waren die damit verbundenen massenhaften Fliegen mehr als unangenehm. Sie saßen überall, in den Ohren, Nasenlöchern, am Mund und hinter meiner Brille. Ich war froh, als wir weiterfuhren. Gnu- und Zebraherde Ein kleiner See war fast vollständig mit Hippos gefüllt. Ihre Rücken ragten aus dem Wasser. Mit dem Schwanz wedelnd „rührten“ sie das grüne dreckige Wasser auf. So viele Hippos in einem kleinen See schien nicht sehr hygienisch zu sein. Dann wartete der absolute Höhepunkt der Reise. Unter einer Akazie standen majestätisch zwei Löwinnen. Schräg gegenüber saßen drei weitere Löwinnen auf einem Baum. Eine Löwin wechselte gemütlich die Straßenseite und erklomm ebenfalls die Akazie. Wir beobachteten die Löwinnen schon eine ganze Weile, wie sie ihre Positionen wechselten und es sich noch bequemer machten, als unser Guide hoch oben in der Baumkrone einen Leoparden entdeckte. Der lag regungslos in den grünen Zweigen. Nach fast einer Stunde, die wir die Löwinnen und soweit es möglich war, auch den Leoparden beobachtet haben, verließ eine Löwin nach der anderen den Baum. Das gesamte Rudel verschwand im Gras. Löwen im Baum Eine amerikanische Touristin machte uns auf einen zweiten Leoparden direkt im Nachbarbaum aufmerksam. Tatsächlich, wir entdeckten ihn ebenfalls hoch oben in der Baumkrone. Es war nur noch ein kurzer Weg bis zur Serena Wildlife Lodge. Die stammte aus den 1970er Jahren. Die Zimmer waren klein und nicht sehr schön. Leider verbrachten wir hier gleich zwei Nächte. Nach einer kurzen kalten Dusche, warmes Wasser gab es erst ab 18.00 Uhr, machte ich es mir bis zum Sonnenuntergang auf einer Liege am Pool mit weitem Blick in die Serengeti bequem. Der rote Sonnenuntergang fiel leider aus. Kurz zuvor zogen Wolken auf.

17. Tag: Serengeti Nationalpark

In der Nacht haben mich die Hippos, die direkt neben der Lodge in einem kleinen See lebten, geweckt. Hippos sind nachtaktiv und können ganz schön laut werden. Schon vor Sonnenaufgang und ohne richtiges Frühstück, gut, dass ich immer noch etwas von meiner Notverpflegung hatte, starteten wir zur ersten Pirschfahrt. Hinter den Akazienbäumen ging die Sonne rot auf. Bis es hell war, dauerte es nur eine ½ Stunde. Sonnenaufgang In der Dämmerung sahen wir schon drei Hyänen auf Streifzug. Ein ganzer Baum war mit Marabous besetzt. Die große Ansammlung der Aasfresser hatte seinen Grund. In dem Wasserloch darunter war ein Hippo verendet. Ich fand den Anblick abstoßend und wollte so schnell wie möglich weiter. Der Gefallen wurde mir nicht getan. Es folgte eine lange Durststrecke ohne Tiere. Ich konnte mich aber sehr sehr gut an der einzigartigen Landschaft erfreuen. Von Ferne sahen wir zwei Ballons über die Serengeti schweben. Sie landeten dann ganz in der Nähe. Jeeps standen bereit. Für die Gäste war das „Out of Africa“ Style Breakfast mit Waschgelegenheit, Sekt und reichlich Personal angerichtet. Ballons Für uns gab es nur wieder einen Pappkarton mit einer ganzen Menge Sachen, die ich sowieso nicht mochte. Dafür frühstückten wir am Serengeti Ranger Headquater. Für einen Rundgang durch die Ausstellung blieb noch etwas Zeit. Beeindruckt war ich von der Vorstellung Prof. Grzimek, wie er sich 1959 die Serengeti in 50 Jahren vorstellte. Die sind nun eingetroffen. Eine einzelne Löwin hatte es sich auf einem Akazienbaum bequem gemacht. Bei den Guides hatte sich herumgesprochen, dass ein Gepard es sich an einem Wasserloch gemütlich gemachte hatte. Wir fuhren natürlich hin. Er war weit entfernt und nur durch das Fernglas zu erkennen. Plötzlich steckte ein zweiter Gepard seinen Kopf aus dem Gras. Mehr war nicht zu sehen. Ein anderer Guide meinte, dass es drei Geparden seien. Es dauerte eine ganze Zeit, bis auch dieser seinen Kopf hebte und wir ihn entdeckten. Auf der Straße kam uns eine Herde Paviane entgegen. Sie ließen sich überhaupt nicht beeinflussen. Zurück in der Lodge gönnte ich mir nach dem Essen einen Mittagsschlaf. Zu Beginn der Nachmittagspirschfahrt hielten wir schon wieder an dem Wasserloch mit dem verendeten Hippo. Das durfte doch nicht wahr sein. Wir fuhren nun nach Süden. Hier gab es zahlreiche Bäume. Ich glaube, ich war etwas Safarimüde und fand, dass nicht mehr jede Impala-Antilope, jeder Wasserbock und Giraffe erwähnenswert war. Die atemberaubende Landschaft schien kaum jemand zu bemerken. Serengeti-Landschaft Der Hippo Pool begeisterte mich dann doch. In einem kleinen Wasserloch, es wurde dringend Regen benötigt, lebten fast 100 Hippos auf engstem Raum. Sie lagen teilweise schon übereinander. Kein Wunder, dass es da schon mal zu Aggressionen kam. Panorama Hippo Pool Ein roter Sonnenuntergang entschädigte für den langen anstrengenden Tag. Sonnenuntergang

18. Tag: Serengeti NP – Karatu

Von der endlosen Weite der Serengeti mussten wir schon wieder Abschied nehmen. Darüber, dass wir die Seronera Lodge verließen, war ich nicht böse. Ich habe mich in dem dunklen, kleinen Zimmer mit dem alten Bad nicht sehr wohl gefühlt. Außerdem hatte ich nicht gut geschlafen. Die Hippos hatten mich wieder gestört. Es hatte sich angehört, als wenn sie direkt unter meinem Fenster gefressen hätten. Zum Abschied stand eine Löwin in der endlosen Ebene. Drei weitere lagen etwas entfernt im Gras. Unter einem schattigen Baum hatten es sich zwei Löwinnen bequem gemacht. In der Nähe trafen wir auf die Löwin mit dem Halsband. In ihrer Begleitung waren u.a. junge Löwinnen. Das Rudel versuchte von uns in Ruhe gelassen zu werden, indem sie permanent in Bewegung waren und den Platz wechselten. Löwinnen Es wehte ein starker Wind und unser Guide fuhr mit offenem Fenster. Im Jeep stand eine Staubwolke. In kürzester Zeit waren wir und alles eingestaubt. Es wurde erst in der Höhe des NCA besser und kühler. Wir fuhren wieder durch die NCA und konnten ein letztes Mal in den Ngorongoro Krater blicken. Ngorongoro Krater Bis zum Ngorongoro Farmhouse Lodge, unserer letzten Unterkunft, war es nicht mehr weit. Auf dem weitläufigen Farmgelände wohnten wir in Doppelhäusern. Die Zimmer waren schon etwas älter, dafür waren sie umso größer. Ich hatte sogar einen gemauerten Kamin im Zimmer. Ngorongoro Farmhouse Lodge Ich hatte das starke Bedürfnis, mich intensiv zu entstauben. Zuerst war aber mein Koffer und Rucksack dran. Mein Gepäck für den Rückflug musste auch noch umgepackt werden.  Das Abschiedsdinner fand in dem alten Farmhouse in einer angenehmen Atmosphäre statt. Das Haus war riedgedeckt mit einem großen Kamin, auf dem zwei Elefantenstoßzähne thronten. An den Wänden hingen alte Fotos der Farm und von Großwildsafaris. Nach dem Essen saßen wir noch auf der Terrasse am Lagerfeuer.

19. und 20 Tag: Arusha – Heimflug

Am Vortag hatten wir mit unseren Guides ausgehandelt, dass wir erst nach dem Lunch um 14:00 Uhr abfahren. Die wollten uns doch tatsächlich schon um 9:00 Uhr zum Flughafen bringen, obwohl unser Rückflug erst um 21:40 Uhr starten sollte. So konnte ich ausschlafen, in Ruhe frühstücken. Die letzten Stunden verbrachte ich auf einem schattigen Plätzchen am Pool. Einen leckeren Lunch gab es im Gartenpavillion. Die Fahrzeit zum Kilimanjaro International Airport war von unseren Guides und anderen Informationen mit 3 Stunden angegeben. Unterwegs machten wir noch zwei Stopps bei Souvenirshops und einen Tankstopp in Arusha. Nach fast 5 Stunden Fahrt erreichten wir den Airport. Ich war froh. Mit unserem Fahrer stimmte etwas nicht. Er geriet immer wieder auf die rechte Fahrbahn, dann links auf den Randstreifen. Zusätzlich machte er riskante Überholmanöver. Entweder stand er unter Alkohol oder war von etwas anderem berauscht. Zusätzlich war es sehr heiß geworden und ich war total durchgeschwitzt. Check-in und die Ausreiseformalitäten gingen schnell. Pünktlich startete KL 571 nach Dar es Salaam. Die 450 km dauerten ca. 45 Minuten. Dort hatten wir ca. 1 Stunde Aufenthalt. Anschließend ging es direkt nach Amsterdam. Dort landeten wir eine ½ Stunde vor der geplanten Zeit, nach 9 Stunden und 7.334 km. Die Wege im Schiphol Airport waren lang. Auf der Anzeigetafel war die benötigte Zeit bis zum Anschlussgate mit angegeben. Da ich nur knapp 1 ½ Stunden Umsteigezeit hatte, machte ich mich gleich auf den Weg mit Passkontrolle und Sicherheitskontrolle nach europäischen Vorschriften. Die Flugzeit nach Frankfurt betrug nur 45 Minuten. Dort ging alles schnell, die Koffer kamen zügig. Schnell verabschiedete ich mich von den anderen Reiseteilnehmern. So erreichte ich den ICE um 10:25 Uhr.  Am Nachmittag war ich endlich Zuhause. Drei Wochen waren eine lange Zeit, vor allem, wenn man in Ländern unterwegs war, in denen man sich nicht frei bewegen kann, entweder wegen der Tiere oder wegen der Menschen. Trotzdem waren es Erlebnisse in der Massai Mara, im Ngorongoro Krater und in der Serengeti, die ich nicht missen möchte. Irgendwann, irgendwie komme ich wieder einmal nach Afrika. zur Tansania-Foto-Galerie:           Eine Reise von:
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Die Vorstellung ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erlebnis! (Oskar Wilde)
Silke Wolff
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