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USA - der Südwesten

© Text und Photos: Silke Wolff Kalifornien war für uns der Inbegriff von Sonne, Strand, Meer und unbeschwerter Freiheit. In 16 Tage wollten wir zu dritt per Mietwagen von Los Angeles nach Las Vegas und San Francisco. Am 31.08.1996 flogen wir mit Martinair von Amsterdam nonstop nach Los Angeles. Nach einer erholsamen Nacht im vorgebuchten Hotel erkundeten wir ab dem nächsten Morgen die Millionenmetropole. Golden Gate Bridge Wir versuchten, möglichst nah an den Hollywood-Schriftzug zu kommen. An einer Tankstelle fragten wir nach dem Weg. Dort konnte uns aber niemand Auskunft geben. Dabei waren wir bereits bis auf wenige Meter an das Wahrzeichen der sog. Traumfabrik herangekommen. Hollywood, ein Stadtteil von Los Angeles, ist als Zentrum der US-amerikanischen Filmindustrie bekannt. Hollywood Wir cruisten durch Beverly Hills und Bel Air, den Nobelwohngegenden der Stadt, um einige Blicke auf die Luxusvillen der Hollywoodstars zu erhaschen. Auf dem Rodeo Drive bestaunten wir die Auslagen der Luxusboutiquen und beobachteten die Flanierenden. Wir parkten unseren Mietwagen und gingen zu Fuß den Hollywood Boulevard – „The Walk of Fame“ entlang. In dem Gehweg sind Sterne für zahlreiche Stars eingelassen. Wir lasen fast jeden Namen. „The Walk of Fame“ So dauerte es etwas länger, bis wir am Mann’s Chinese Theatre ankamen. Das Premierenkino ist im Stil einer chinesischen Pagode erbaut. Am Bekanntesten ist es für die Hand- und Fußabdrücke von Filmstars, die im Eingangsbereich verewigt sind. Manns’s Chinese Theatre Auf dem 300 Meter hohen Mount Hollywood liegt der Griffith Park mit dem gleichnamigen Observatorium. Von hier oben blickten wir über das endlose Häusermeer der großflächigen Stadt Los Angeles. Richtung Osten verließen wir die Stadt und fuhren auf dem Highway direkt nach Las Vegas. Die nächsten Tage, besser gesagt Nächte, wollten wir dort auf dem Strip bummeln, die Mega-Hotels bestaunen und natürlich den einen oder anderen einarmigen Banditen mit Münzen füttern.  Unser Quartier bezogen wir im Luxor Hotel. Das Hotel und Casino ist wie eine schwarze Glaspyramide erbaut. Vor dem Hotel thronte eine riesige Sphinx, eingerahmt von Obelisken. Innen ist das Hotel mit ägyptischen Motiven dekoriert. Luxor Hotel und Casino Die erste Nacht hatten wir über einen Reiseveranstalter in Deutschland gebucht. Wir wollten sichergehen, dass wir dort auch Zimmer bekamen. Vor Ort wollten wir entweder verlängern oder uns eine andere Unterkunft suchen. Beim Check-in fragten wir nach den Möglichkeiten. Man bot uns sofort die Verlängerung an und das zu einem überraschend günstigen Preis. Wir zahlten für die Verlängerungsnächte etwa halb so viel pro Zimmer wie für die erste Nacht pro Person. Das lag u.a. daran, dass in der Woche, im Vergleich zum Wochenende, die Hotelpreise in der Stadt stark fallen. Während unserer Zeit in Las Vegas nahmen wir uns Zeit für einen Ausflug nach Downtown. Hier steht der legendäre Cowboy vor dem Pioneer’s. Direkt nebenan befindet sich das Golden Nugget, eines der ersten Hotel-Casinos. The Pioneer Golden Nugget Egal welches Hotel und/oder Casino wir besuchten. Der Weg zum Pool, ins Restaurant oder zum Theater führte grundsätzlich durch das Casino. Auch wir verbrachten einige Zeit vor den einarmigen Banditen, nicht ganz erfolglos. Der kleine Gewinn reichte immerhin für eine kurze Shopping-Tour in einer der Malls. Außerdem fanden wir es toll, dass die Drinks, gegen einen Tipp für die Bedienung, kostenlos an die Spielautomaten- und tische serviert wurden. Hotel Excalibur Ein Highlight der Stadt war die Show von Siegfried & Roy. Wir versuchten, an Karten zu kommen. Das war aber eine hoffnungslose Angelegenheit. Die Shows waren lange im Voraus ausverkauft. Tagsüber, wenn die Lichter in der Wüstenstadt erloschen sind, wirkte sie ein bisschen trostlos. So entschlossen wir uns, einen Nachmittag zu einem Flug über den Grand Canyon. Wir stiegen in eine Propellermaschine mit 12-15 Sitzplätzen. Leider hatte ich nichts von dem Flug. Mein Magen streikte vollkommen. Ich war froh, als ich wieder festen Boden unter den Füßen hatte. Ich hatte viel Geld für ein paar dumme Sprüche des Piloten investiert. Er hatte aber nicht damit gerechnet, dass ich in solchen Situationen besonders gut Englisch spreche. Danach war Ruhe. Zurück im Hotel ruhte ich mich, während die anderen zum Abendessen fuhren, ein paar Stunden aus, bestellte einen Salat von Roomservice und beruhigte meinen Magen mit Wodka. So hatte ich doch noch etwas von unserer letzten Nacht in Las Vegas. Nach drei Nächten fuhren wir weiter. Das Death Valley war unser nächstes Ziel. Das Tal des Todes in der Mojave-Wüste ist der trockenste Nationalpark der USA. Der tiefste Punkt des Tales liegt fast 86 Meter unter dem Meeresspiegel. Zabriskie Piont – Death Valley Mitten im Death Valley legten wir unsere Mittagspause ein. Es war unmöglich, unsere Burger draußen zu essen. Sofort waren wir von einem ganzen Schwarm frecher großer schwarzer Vögel belagert. Wir wollten aber nicht mit ihnen teilen. Anschließend fehlte uns eine belichtete Filmrolle. Sie ließ sich auch nach zweimaliger intensiven Durchsuchung des Mietwagens und des Gepäcks nicht finden. Wir hatten diese großen schwarzen Vögel in Verdacht. Am frühen Abend erreichten wir den Yosemite Nationalpark. Die Nacht verbrachten wir in einem Motel nahe den Parks. Es war eine eiskalte Nacht. Durchgefroren stiegen wir am Morgen aus unseren Betten. Zum Glück setzte sich die Sonne durch. Schnell war ich wieder aufgewärmt. Tioga Lake – Yosemite Nationalpark Natürlich besuchten wir die Mammutbäume im Park. Der Aufstieg zurück zum Parkplatz war beschwerlich. Ein etwa zweijähriger kleiner Junge beschwerte sich bei seiner Mutter. Für seine kurzen Beine musste es besonders anstrengend sein. Total erstaunt war er aber darüber, dass wir ihn auf Deutsch ansprachen. Dass ihn jemand verstand, damit hatte er nicht gerechnet. Für uns ging es weiter nach San Francisco. So ziemlich als Erstes fuhren wir die Serpentinen der Lombard Street hinunter. Lombard Street – San Francisco Unser Motel lag zentral in der Nähe der Fisherman‘s Warf. Auf Pier 39 vergnügten wir uns in den Souvenirläden und den Karussells. Eine besondere Attraktion waren allerdings die kalifornischen Seelöwen, die sich an der Pier angesiedelt haben. Ganz in der Nähe befand sich die Ghirardelli Schokoladenfabrik, eine meiner Lieblingsschokoladen. Ich musste mich im Shop einfach mit Vorrat eindecken. Pier 39 Seelöwen Natürlich erkundeten wir auch die anderen Stadtteile. Wir bestaunten die bekannten Reihenhäuser am Almo Square, liefen durch Chinatown etc.. Alamo Square Eine Fahrt mit der weltberühmten Cable Car durften wir nicht auslassen. Nach einiger Zeit trauten wir uns sogar, während der Fahrt stilecht auf dem Trittbrett zu stehen. Cable Car Von der Fisherman’s Warf setzten wir nach Alcatraz Island über. Auf der Insel befand sich das berüchtigte Hochsicherheitsgefängnis, in dem zahlreiche Gangster, darunter Al Capone, ihre Strafe absaßen. An Flucht war wegen der tückischen Strömung nicht zu denken. Die Geschichten der Audiotour auf den Rundgang durch das ehemalige Gefängnis ließ mir einige Male ein Schauer über den Rücken laufen. Alcatraz So langsam mussten wir uns auf den Rückweg nach Los Angeles machen. So fuhren wir die Küstenstraße von San Francisco herunter. Bei Monterey fuhren wir den berühmten 17-Mile-Drive. Sie führte an berühmten Golfplätzen und Villen vorbei. Leider war der Himmel zum ersten Mal verhangen. Ungefähr auf halben Weg zwischen San Francisco und Los Angeles stoppten wir am Hearst Castle. Dieses monumentale Anwesen wurde Anfang der 1920er-Jahre von dem Zeitungsmagnaten William Randolph Hearst erbaut. Als Vorbild dienten die Schlösser Europas und die verschiedenen Baustile. Das Anwesen umfasst das Haupthaus mit 165 Zimmern, zahlreiche Nebengebäuden, einem Außen- und einem Innenpool, einen 127 Hektar großen Gärten, eine kleinen Kino und Gästehäusern. In den 1920er- und 1930er-Jahre feierten hier zahlreiche Hollywoodstars ausschweifende Partys. Stilgerecht ließ ich mich in einem Oldtimer den Hügel hinauf chauffieren. Hingerissen von dem Luxus bestaunte ich den Außenpool, die ungewöhnliche Inneneinrichtung und den römischen Innenpool. Hearst Castle Neptun Pool Auf der California State Route 1 fuhren wir weiter nach Santa Barbara, Malibu und Long Beach. Im Hafen von Long Beach lag die Queen Elisabeth vor Anker. Sie diente inzwischen als Hotelschiff. Die „Spruce Goose“, ein von dem exzentrischen Milliardär Howard Hughes gebautes Flugboot, war leider nicht mehr ausgestellt. So fuhren wir nach Los Angeles weiter, um dort noch ein paar Tage zu verbringen. Einen ganzen Tag verbrachten wir in Disneyland. Dort traf ich eine Menge Helden, die ich aus den Comics kannte, Goofy, Alice in Wonderland, Dumbo – den fliegenden Elefanten und natürlich Minnie. Als sie durch die Tür trat, waren die Kinder nicht mehr zu halten. Alle stürmten auf sie ein. Natürlich bekamen auch wir unser Foto mit Minnie. Als es dunkel geworden war, startete die Lichterparade durch die Straßen von Disneyland. Ich war glücklich wie ein kleines Kind. Disneyland Gleich am nächsten Tag besuchten wir die Universal Studios. Dort blickte ich King Kong ins Gesicht, zitterte vor dem Psycho-Haus, tauchte ein in die Filmkulissen von „Water World“ und „Back to the Future“, besuchte die Flintstone’s und drehte eine Runde in ihrem Auto. Universal Studios Leider gab bei einem heißen Showeffekt mit Feuerwalzen die Elektronik meiner Kamera den Geist auf. Ich war von den Studios sowieso nicht wirklich begeistert und dann auch noch das. Gut, dass der Urlaub schon fast zu Ende war. Besser gefiel mir Venice Beach. An dem endlos breiten und langen Strand standen in regelmäßigen Abständen die Türme der Rettungsschwimmer, wie ich sie aus der Fernsehserie Baywatch kannte. Venice Beach Am Pazifischen Ozean genoss ich einen letzten Sonnenuntergang, bevor ich wieder in die Flieger stieg. Die entspannten Tage waren wie im Flug vergangen. Es war schön auf der Route, die ich fünf Jahre zuvor schon einmal bereist hatte, Neues zu entdecken und Zeit zu haben, bekannte Orte mit Muße ausführlich zu erkunden. Sonnenuntergang
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Die Vorstellung ist wundervoll, aber noch wundervoller ist das Erlebnis! (Oskar Wilde)
Silke Wolff
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