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Mexiko - Yucatan

© Text und Photos: Silke Wolff Nach den anstrengenden Wintermonaten wollte ich nur noch raus aus dem Alltagstrott. Ich sehnte mich nicht nur danach auf einer Rundreise etwas völlig Neues kennenzulernen, sondern auch nach erholsamen Tagen. Im Internet stieß ich auf ein Onlinereisebüro, auf deren Seite man sich Rundreise und Badeaufenthalt nach Belieben zusammenstellen konnte. So entschied ich mich für eine 5-tägige Rundreise mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Yukatan-Halbinsel: Tulum, Chichen Itza, Uxmal und Mérida. Anschließend relaxte ich 4 Tage in dem Resort Dreams Tulum an der Riviera Maya. Ich freute mich sehr auf die Reise.

1.Tag: Anreise Frankfurt

Nach tagelangem Regen taten die Sonnenstrahlen während ich gegen Mittag auf meinen Zug wartet gut. Die Privatbahn brachte mich am 10.03.2017 von Detmold nach Altenbeken. Ich hatte mich für diese Verbindung entschieden, weil ich nur einmal umsteigen musste. In Altenbeken erreichte mich dann die unschöne Überraschung. Es verkehrte an diesem Tag lt. Bahn-App ein Ersatz-IC bis Dortmund. Laut Anzeige fiel der Zug ganz aus. Was stimmte denn nun? Ein Bahnmitarbeiter bestätigte den Ersatzzug, konnte zu dem Anschluss aber keine Auskunft geben. Der Ersatzzug fuhr mit nur wenigen Minuten Verspätung ein. Da ich mein Rail & Fly-Ticket auf die 1. Klasse upgegradet hatte, fand ich leicht einen Sitzplatz. Nach 1 Stunde und 20 Minuten wartete in Dortmund der reguläre ICE direkt am Bahnsteig gegenüber. Im Zug merkte ich, da es sich um einen ICE der neuesten Baureihe handelte, dass es meinen reservierten Platz nicht gab. Ich setzte mich auf einen Platz, der mit „ggf. freigeben“ gekennzeichnet war, in der Hoffnung ihn nicht freigeben zu müssen. Die Zugbegleiterin fragte ich nach der evtl. Erstattung der Reservierungskosten. Die hatte gar keine Ahnung und stotterte schnippisch „ich würde ja sitzen …“. Das war die DB von ihrer besten Seite. Die Fahrt durchs Ruhrgebiet, Rheinland über Wiesbaden und Mainz zog sich endlos lange hin. Ich entschied, die Verbindung nicht wieder zu nutzen. Nach über 4 Stunden stieg ich am Frankfurter Flughafen aus. Vom Busbahnhof am Abflugbereich fahren die Hotelshuttle ab. Die Sprechanlage funktionierte nicht. Bei einem Anruf im Hotel erfuhr ich, dass ich ca. 30 Minuten warten musste. Geduldig wartete ich, entschied aber, dass genau wie in Düsseldorf, sich der Preisunterschied für ein Hotel direkt am Flughafen doch lohnt. Das Mercure Hotel liegt weiter vom Flughafen entfernt als gedacht. Der Transfer dauerte ca. 15 Minuten. Im Hotel hatte ich am Vortag schon online eingecheckt. So ging alles viel schneller. An der Rezeption reservierte ich gleich den Shuttle zurück zum Flughafen. Das Zimmer war ziemlich verwohnt. Der Teppich bedurfte einer dringenden Erneuerung. Einige Gäste hatten dort unschöne Spuren hinterlassen.

2.Tag: nach Cancun

Morgens um 7 war es noch recht leer im Frühstücksraum. Ich hatte Zeit und konnte in Ruhe frühstücken. Für den Shuttle u 8:25 Uhr fanden sich eine Menge Leute ein, deshalb die Reservierungspflicht. Es kam Bewegung in die Menschenmenge, der Bus kam. Jeder wollte der Erste sein und sein Gepäck günstig positionieren. Es kam zu den ersten Rangeleien und Sprüchen. Nach dem Stopp am Ibis Hotel war der Bus mehr als voll. Nach 20 Minuten Fahrt war ich wieder am Flughafen und gab meinen Koffer auf. Eingecheckt hatte ich schon online. Während der Sicherheitskontrolle sprach der Mitarbeiter nicht, sondern verständigte sich nur per Zeichensprache, komisch. Es waren noch gut 2 Stunden bis zum Abflug, die Wegezeit bis zum Gate mit ca. 15 Minuten angegeben. Auf den Weg dorthin passierte ich die automatische Passkontrolle. Mit einer Stunde Verspätung begann das Einsteigen erst um 11:45 Uhr. Nicht einmal 45 Minuten dauerte es, dann startete die Maschine endlich. Die Flugzeit für die 9.250 Kilometer bis Cancun war mit 11 Stunden und 15 Minuten geplant. Die Route führte über Schottland, die Südspitze Grönlands entlang nach Neufundland/Kanada und an der amerikanischen Ostküste nach Süden. Von dem Upgrade in die Premium Class hatte ich etwas mehr erwartet. Die Sitze waren schmal und meiner kam mir durchgesessen vor. Lediglich der Sitzabstand war größer. Dafür schnellte der Vordersitz sofort nach dem Essen bis zum Anschlag nach hinten und vier kräftige prollige Typen fingen an zu saufen. Das sollte noch heiter werden. Ich stürzte mich auf das Entertainmentprogramm. Die neuesten Kinofilme waren dabei. So kam auch ich wieder auf einen aktuellen Stand. So langsam ging auch dieser Hardcore-Flug dem Ende entgegen. Beim Landeanflug sah ich die menschenleere Landschaft. Soweit das Auge reichte nur halbtropischer Regenwald. Um 23:50 Uhr, Ortszeit 17:50 setzte die Maschine auf und dockte am letzten Gate des Gebäudes an. Als ich die Treppe hinunter in die Halle mit der Immigration kam, traf mich fast der Schlag. Sie war voller Menschen. Alle Maschinen mussten gerade gelandet sein. Die ausschließlich weiblichen Beamten arbeiteten sehr zügig. Nach nur 30 Minuten war ich durch. Auf dem Gepäckband wartete mein Koffer schon. Nach der Zollkontrolle suchte ich den Reiseleiter. Der stand draußen vor dem Gebäude etwas abseits. Dafür war der Empfang nett und ich wurde bis zum Bus begleitet. Bis alle Gäste eingesammelt waren, war eine gute Stunde vergangen. Der Transfer zum La Quinta Inn dauerte ca. 30 Minuten durch das nächtliche Cancun. Dort empfing und Alexandra, unsere Reiseleiterin für die nächsten Tage. Im ungemütlichen Hotelrestaurant gab es noch schnell das zwar inkludierte aber schlechte Abendessen, bis der lange Tag endete.

3.Tag: Tulum

Ich hatte gut geschlafen und fühlte mich fit für die Tour. Bereits um 8:00 Uhr startete die 24-köpfige Gruppe in Richtung Tulum. Alexandra erzählte viel über die Maya, bis wir nach 2 Stunden Tulum erreichten. Am Parkplatz gibt es zahlreiche Souvenirgeschäfte und Imbissbuden. An einer Wechselstube tauschte ich erst einmal mexikanische Pesos. Bis zum eigentlichen Eingang der archäologischen Stätte waren es noch ca. 400 Meter. Wir betraten die Anlage an der Casa del Cenote. Ein Cenote ist ein unterirdisches Wasserbecken. Regenwasser filtert sich durch die kalkhaltige Erde und sammelt sich in solchen unterirdischen Becken.Um die gesamte Anlage sind die Reste der alten Stadtmauer zu erkennen. Zur Meerseite ist der Tempel des Windes zu entdecken. Auf einer alten Straße gingen wir zum Castillo und zum Freskentempel. Durch die Öffnungen sind noch Reste der Bemalungen zu erkennen. Freskentempel, Tulum Heute ist man der Meinung, dass nicht nur Maya, sondern auch Völker aus dem Hochland in der einst wichtigen Handelsstadt gewohnt haben. Als Beweis werden angeführt, dass die Maya keine Menschenopfer gebracht haben und ihre Toten nicht unter den Wohnhäusern bestattet haben. Ich stieg den Weg zum Castillo hinauf. Der Blick auf das türkisfarbene karibische Meer war fantastisch. Der Weg hinunter zum Strand lohnte sich aber nicht. Es war voller Seegras. Strand bei Tulum Nach dem gemeinsamen Mittagessen wechselten wir die Zeitzone und stellten die Uhren eine Stunde zurück. Das hängt damit zusammen, dass in der Touristenzone der Riviera Maya die Sommerzeit das ganze Jahr über beibehalten wird. Wir hielten an einer Tequila-Destillerie. die Algarve, aus dessen Wurzeln der Schnaps gebrannt wird, heißt Azura Algarve Tequilare Weber. Bei der Verkostung lerne ich, dass nur der weiße Tequila mit Salz und Zitrone getrunken wird. Algarve-Plantage Unterwegs führte uns Alexandra in die Geheimise zweier von vielen der Maya-Kalender ein, einen Sonnenkalender mit 365 Tagen (18 Monate á 20 Tage und einen Monat mit 5 Tagen) und den rituellen Kalender mit 260 Tagen. Beide Kalender beginnen zeitgleich. Aufgrund der unterschiedlichen Anzahl von Tagen verschiebt sich der jeweilige Jahresbeginn. Nach 52 Sonnenjahren oder 73 rituellen Jahren stimmen sie wieder überein und beginnen gemeinsam. Bereits um 16:00 Uhr bezog ich mein riesiges Zimmer im Mayaland-Hotel. Zur Abkühlung sprang ich in einen der drei Pools. Im hoteleigenen Observatorium schaute ich vor dem Abendessen einen Film über die Entstehungsgeschichte aus der Sicht der Maya, sehr empfehlenswert. Anschließend wurde das Abendessen bei sommerlichen Temperaturen auf der Terrasse serviert. Unvorstellbar, dass ich gestern noch in Deutschland gefroren habe. Der Spruch des Tages kam von unserer Alexandra: „Im Urlaub hat Essen keine Kalorien und Geld keinen Wert!“. Den muss ich mir unbedingt merken.

4.Tag: Chichen Itza

Überpünktlich stand ich bereits um 6:45 Uhr vor dem Frühstückspavillon. Das Buffet war amerikanisch angehaucht. Ich genoss es. Einige Mitreisende meinten doch tatsächlich, sie hätten schlecht geschlafen, weil der Dschungel zu laut war. Das Hotel hat mir sehr gut gefallen. Einige Berühmtheiten aus Königshäusern und Showgeschäft waren schon zu Gast. Sarah Brightman, Luciano Pavarotti und Placido Domingo gaben Konzerte auf dem großen Platz von Chichen Itza. Jennifer Lopez drehte Videoszenen auf der großen Pyramide. Das Beste war allerdings der private Eingang zu den berühmten Tempeln. Vor der Besichtigung mussten wir uns einem Reinigungszeremoniell durch einen Mayapriester unterziehen und unser Mittagessen Hähnchen-Pibil vorbereiten. Mayapriesterzeremonie Das Kochen beschränkte sich auf das Eintauchen der Hähnchenstücke in eine Marinade, um es dann mit Gemüse in Bananenblätter einzuwickeln. Die Herausforderungen hielten sich auf für mich als Nichtköchin in Grenzen. Anschließend musste es vier Stunden in den Erdofen. Chichen Itza bedeutet übersetzt: „Stadt des Wasserpriesters“. Die Gebäude sind im sog. maya-toltekischen Stil erbaut. Zeitlich entstand der Stil nach dem Puuc-Stil von Uxmal. Typisch sind die Plattformen und Schrägelemente, die Treppen mit großen Schlangenköpfen am unteren Ende. Unsere Führung begannen wir im ältesten Teil, am Cenote de Xtoloc und dem gleichnamigen Tempel. Ganz in der Nähe befindet sich eine Wegkreuzung. Die Maya haben ihre erhöhten Straßen, wegen der Regenzeit, ganz gerade gebaut. Die weiße Pflasterung diente im Dunkeln zur Orientierung. Vorbei an mehreren Gebäuden, an denen die Reliefs noch gut zu erkennen sind, kamen wir zur Venusplattform. In dem Tempel hat man ein altes Grab gefunden. Um es zu erhalten, wurde es nach der Erforschung wieder geschlossen. Am beeindrucktesten ist wohl das Observatorium, El Caracol, von dem nicht nur der Sonnenkalender erstellt wurde, sondern auch die Bahnen der Venus beobachtet wurden. El Caracol, Chichen Itza Unweit von hier steht das wuchtige „Haus der Nonnen“. Es ist, wie viele Mayagebäude, über einem Älteren erbaut worden. An den Mauern sind Reliefs gut zu erkennen. Die „Kirche“ ist dem Regengott Chaac geweiht. Er ist u.a. an den Ecken abgebildet. An der Rückseite ist über dem Eingang eine Abbildung der Sonnengöttin. “die Kirche” Sonnengott Ein Stück haben wir uns den Weg durch die Souvenirstände gebahnt und dann standen wir vor der Pyramide des Kukulcán. Die Bedeutung und die Details dieses Gebäudes faszinieren mich. Die vier mal 91 Stufen plus die letzte Stufe ergeben 365, wie die Tage eines Jahres. Die Anzahl der größeren Pyramidenstufen ergeben 52, wie die Wochen eines Jahres. An den Tagen der Tag- und Nachtgleiche, am 20. März und 22. September, wirft die Sonne ihren Schatten so auf eine Treppe, das Kukulcán in Form einer Schlange hinabsteigt. die große Pyramide des Kukulcán An einem Ende des großen Platzes steht der Jaguartempel. In ihm sind die alten Wandmalereien noch zu erkennen. Die Statue des Jaguars war wahrscheinlich einmal ein Thron. Überhaupt spielten die Götter eine wichtige Rolle im Leben der Maya. Die Aufgabe der Priester war es, die Götter zu besänftigen und gnädig zu stellen. Sie wurden oft als Tiere dargestellt, z.B. der Regen als Schlange und die Sonne als Jaguar. Die gefiederte Schlange, Kukulcán, kam erst später, mit der toltekischen Kultur, hinzu. der Tempel des Jaguars Direkt hinter dem Jaguartempel befindet sich der Ballspielplatz. Er ist riesig. Seine eingrenzenden Mauern gewaltig. Die beiden Tore sind in ca. 8 Meter Höhe angebracht. Die Spieler mussten einen Ball vom Gewicht eines Medizinballes ohne Einsatz von Händen und Füßen hindurch bringen. Dies geschah wahrscheinlich äußerst selten. Ein Wandrelief stellt die Siegerszene dar. Ob es der Kapitän der Sieger- oder Verlierermannschaft ist, der dort enthauptet wurde, bleibt unklar. der Ballspielplatz Wandrelief An dem Tzompantli, der Gräberplattform sind gewöhnliche Totenschädel dargestellt. Ihre Geschichte ist mehr als makaber. Die Köpfe der Geopferten wurden, nachdem sie gekocht und vom Fleisch befreit waren, auf Stangen gespießt. Tzompantli Zwischen dem Jaguartempel und dem Tempel der Krieger steht noch die Plattform des Löwen und Jaguars sowie eine Venusplattform. Hier endete unsere Führung. Ich machte mich auf den Weg durch die Souvenirstände zur heiligen Cenote. Auf dem Tempel der Krieger thront ein Chaac Mool. Wahrscheinlich diente er, um Menschen zu opfern. der Tempel der Krieger Vorbei an den 1.000 Säulen ging ich Richtung Ausgang. So interessant die Details der Anlage sind und so geschichtsträchtig ihre Gebäude, nach über drei Stunden ohne Schatten benötigte ich eine Pause. Nach einer kurzen Pause im Hotelcafé fuhren wir nach Ik Kil, einer Cenote, in der man baden kann. Es war alles kommerziell aufgezogen, mit Umkleidekabinen etc.. Die Zeit war mit 45 Minuten sehr knapp bemessen. Für mich war dies der Programmpunkt der Tour, der überflüssig war. Ik Kil Nach dem Mittagessen im Hotelrestaurant, wo unser Hähnchen-Pibil serviert wurde, ging es weiter in Richtung Uxmal. Im Bus schauten wir einen Film über die Maya-Astrologie. Dort wurde u.a. über die 10 Ebenen der Unterwelt und die 13 Ebenen des Himmels lt. Mythologie gesprochen. El Caracol ist nicht nur auf die Wintersonnenwende, sondern auch auf die Venus ausgerichtet. Deren Umlaufzyklus dauert 584 Tage. Nur alle 8 Jahre erscheint sie wieder am selben Punkt am Horizont. Dank der kurzweiligen Dokumentation hatten wir schnell das ehemalige Sisalgebiet mit ihren Haziendas erreicht. Alexandra erzählte die Geschichte, wie die Mayas als Landarbeiter auf den Haziendas zu schlechten Bedingungen den Reichtum der Großgrundbesitzer erwirtschafteten. Am frühen Abend erreichten wir unser Hotel, eine ehemalige Hazienda mit seinem eigenen Charme.

5.Tag: Uxmal

Um kurz vor 8 waren die Koffer wieder verladen und auf ging es das sehr kurze Stück nach Uxmal. Der Name bedeutet entweder ux – dreimal – mal = dreimal oder Ox-Nussbaum, der die Menschen in der Not ernährte. Uxmal ist im sog. Puuc-Stil erbaut. Er zeichnet sich durch die Verzierungen aus behauenen gebrochenen Steinen aus, mit denen die Friese, nicht aber die gesamte Fassade verziert wurde. Da es in der Gegend keine Cenotes gibt, ist das Regenwasser wichtig. Es wurde in Zisternen gesammelt. Eine befindet sich direkt hinter dem Eingang. Nur ein paar Schritte weiter stand ich vor den überragenden Mauern der Pyramide des Zauberers. Unterhaltend ist die Legende um seine Entstehung. Angeblich wurde die Pyramide in einer Nacht mit Hilfe von Kobolden erbaut. Vorbei an dem Haus der Vögel gingen wir zur Rückseite der Pyramide. die Pyramide des Zauberers An der Treppe ist der Regengott Chaac abgebildet, mit seiner Nase entweder nach oben oder nach unten. Er spielt in der gesamten Anlage eine große Rolle. Die Pyramide ist so ausgerichtet, dass zur Tag- und Nachtgleiche im Frühjahr und Herbst die Strahlen der Sonnen von bzw. über die Pyramide genau in einen Durchgang scheinen. Wir betraten den sog. Nonnenhof und ich war überwältigt, von der Größe und Schönheit. Wahrscheinlich hatte er in der damaligen Zeit für die Maya die gleiche Bedeutung wie heute der Petersplatz in Rom für die Christen. Je länger ich herumlief, desto mehr Details entdeckte ich. Von der Plattform hatte ich einen herrlichen Blick über das gesamte Gelände. der Nonnenhof Der Ballspielplatz ist längst nicht so groß wie in Chichen Itza. Die Tore sind viel niedriger und die Mannschaften hatten vermutlich weniger Spieler. Die Regeln verirrten von Ort zu Ort. Imposant thront der Gouverneurspalast, mit zahlreichen Ornamenten verziert, auf seiner Plattform. Das auffälligste Ornament ist eine Spirale, die den Lebenszyklus symbolisiert. Palast des Gouverneurs Vor dem Palast befindet sich der Thron des doppelköpfigen Jaguars. Hinter dem Palast kann die große Pyramide besteigen werden. Natürlich nicht von mir. Ich bin ja nicht schwindelfrei. Stattdessen machte ich mich, vorbei an dem Schildkrötenhaus auf den Rückweg. Nicht ohne von hier oben den Blick auf den Nonnenhof mit dem Ballspielplatz und der Pyramide des Zauberers aufzunehmen. Uxmal-Panorama Ich fand, wir hatten uns von Anlage zu Anlage gesteigert. Uxmal war die Schönste. Bisher hatten wir die Anlage fast für uns allein. Nur vereinzelt trafen wir ein paar andere Besucher. Der Ansturm schien zu beginnen, als wir nach zwei Stunden weiterfuhren. Santa Elena ist eine kleine Mayastadt. Viele der Männer arbeiten in den USA. So können die Familien, die etwas besseren Häuser finanzieren. Ansonsten wohnt man in mit Palmenblättern gedeckten Lehmhütten. Die Küche befindet sich immer in einem separaten Gebäude. Typisches Fortbewegungsmittel ist das Moped, das Tuk-Tuk oder ein Lastfahrrad. Santa Elena Stress schien hier niemand zu haben. Die Kirche ist erhöht auf den Mauern eines ehemaligen Tempels errichtet. In ihr befindet sich ein grünes Holzkreuz, das typisch für diese Gegend ist. Es ist ein Zugeständnis der Missionare an die Maya, damit diese den Glauben annahmen. Zu Mittag gab es heute Schweine-Pibil, total lecker. Über den Paseo Montejo fuhren wir nach Mérida hinein. Entlang des Boulevards haben reiche Sisalbarone ihre Villen gebaut. Paseo Montejo, Merida Die Markthalle war eng, voll und teilweise stand es, nichts für mich. Ich mag so etwas nicht. Ich war froh, als es vorbei war. Der Zocala, der alte Hauptplatz gefiel mir schon besser. Wie in allen spanischen Kolonialstädten befindet sich hier die Kathedrale, gegenüber das Rathaus und an der Ecke der Gouverneurspalast. Die Bilder an den Wänden von Pachero zeigen die Geschichte der Maya während der spanischen Herrschaft. Zocala Rathaus Nach einer Pause im Hotel war ich genau zur blauen Stunde zurück auf der Plaza Principal. Der Park war voller Menschen. Die Atmosphäre angenehm.

6.Tag: Rio Lagartos

Wie schnell die Zeit verging. Es war schon der letzte Tag der Rundreise und es war eine lange Strecke zurückzulegen. Deshalb musste das Zimmer schon vor dem Frühstück geräumt werden. Die Koffer wurden unter Aufsicht unserer Reiseleiterin in der Reihenfolge der Hotelstopps in letztes Mal verladen. Dann machten wir uns auf den Weg zum Golf von Mexiko. Rund drei Stunden Fahrt lagen vor uns. Im Bus wurde es bereits nach einer Stunde immer heißer. Mir und auch einigen anderen machte die schlechte Luft zu schaffen. Trotz, dass der Fahrer öfters an der Klimaanlage stellte, wurde es nicht besser. Die Klimaanlage war ausgefallen. So war ich froh, als wir endlich den Rio Lagartos erreichten. Wir stiegen in Boote um, die uns in einem rasanten Tempo in die Mangroven hinausfuhren. Unser Boot war das Letzte in einer Dreiergruppe. Deshalb hatte es mit den Wellen zu kämpfen, die die vorausfahrenden Boote verursachten. Es dauerte eine Weile, bis ich dem Fahrstil unseres Bootsführers vertraute. Nach einem guten Stück sahen wir die ersten Vögel, Adler und Pelikane, die sich ums Futter stritten, sowie Reiher. Pelikane Dann lag das erste große Krokodil versteckt unter einem Baum im flachen Wasser. Wir fuhren sehr nah heran. Ich wusste nicht, dass Krokodile so weiße Zähne haben. Das Wasser wurde flacher und die Boote mussten Schritttempo fahren. Am Horizont glänzten die weißen Salzberge der Salinen. Und dann, ich hatte schon darauf gewartet, sahen wir rosafarbene Flamingos. Zwar nicht so viele, wie ich erwartet hatte, dafür aber nah. Flamingos Auf einer Sandbank sonnte sich ein Schwarm weißer Pelikane. weiße Pelikane Danach ging es mit Vollgas zurück. Nach dem Mittagessen war es im Bus angenehm kühl. Die Klimaanlage funktionierte wieder. Im Bus sahen wir ein Video über einen deutschen Archäologen, der im mexikanischen Regenwald nach versunkenen Mayastätten sucht. Interessant, wie sich der Dschungel den Platz zurückerobert und selbst große Pyramiden kaum noch zu erkennen sind. Im Laufe des Nachmittags mussten die Uhren wieder eine Stunde vorgestellt werden. Wir hatten die Riviera Maya wieder erreicht. Kurz hinter Tulum wurde ich als Erste am Hotel abgesetzt. Es war inzwischen später Nachmittag. Zum Empfang gab es schon einmal ein Glas Sekt. Meine gebuchte Zimmerkategorie stand nicht zur Verfügung. Dafür gab es ein Upgrade in eine Juniorsuite. Der Bellboy brachte mich zum Zimmer. Auf dem Weg verlor ich in der verwinkelten Anlage die Orientierung. In der Suite stand ich dann vor einem riesigen King-Size-Bett mit Fenster zum Bad mit einer Whirlpool-Badewanne und Regendusche. Am liebsten hätte ich sie heute nicht mehr verlassen. Abendessen gab es in einem italienischen Nobelrestaurant. Ich erlebte es zum ersten Mal, dass in einem All-inklusive-Hotel so ein Restaurant ohne Aufpreis besucht werden konnte.

7. bis 9. Tag: Dreams Tulum

Drei volle Tage verbrachte ich in der angenehmen Anlage. Meistens relaxe ich auf einer Liege direkt am Strand und ließ es mir in der Sonne gut gehen. Die Getränke wurden von der Poolbar direkt an die Sonnenliege serviert. Im Buffetrestaurant wurde leckeres italienisches und internationales Essen angeboten. Der Nobelitaliener wurde abends zu meinem Stammrestaurant. Das Essen war wirklich abwechslungsreich und hervorragend. Der Hauswein vorzüglich. Hotel Dreams Tulum

10.Tag: Abreise

Den Abreisetag ließ ich ganz ruhig angehen. Nach einem letzten sehr ausgiebigen Frühstück packte ich die letzten Sachen und räumte die Suite, in der ich mich die letzten Tage so wohl gefühlt hatte. Zu Mittag bediente ich mich im Worlds Café nach einmal an Pizza, Pasta und Pommes. Schließlich lag ein langer Heimflug vor mir. In der Lobby war viel Betrieb. Ein ständiges Kommen und Gehen. Dann fuhr der Transferbus für mich vor. Durch die Abholung weiterer Gäste aus anderen Hotels bekam ich einen Eindruck von diesen Anlagen und war froh genau das Dreams Tulum gebucht zu haben. Der Transfer zum Flughafen dauerte gut zwei Stunden. Trotzdem war ich drei Stunden vor Abflug am Flughafen und musste die Zeit totschlagen.  Als die Maschine um 20:30 Uhr startete, war sie wieder bis auf den letzten Platz besetzt. Dieses Mal war die Flugzeit mit nur 9 Stunden 20 Minuten angegeben. Mit gut 1.000 km/h und einem Rückenwind von 140 km/h flog die Boeing über den Atlantik auf direkter Route nach Frankfurt. Nach dem Steigflug meldete sich das Cockpit. Unter uns war der Blick auf das beleuchtete Havanna frei. Ein schöner Anblick. Nach dem Essen und einem Film richtete ich mich zum Schlafen ein.

11. Tag: Heimreise

Zwei Stunden vor Frankfurt wurde ich von der Kabinenbeleuchtung geweckt. Zwischendurch war ich nur einmal kurz erwacht. Das Frühstück wurde serviert. Um 12:15 Uhr Ortszeit landete die Maschine in Frankfurt. Im Flughafen war nicht viel Betrieb. Die Koffer waren superschnell auf dem Gepäckband. Ich fand den optimalen Weg zum Fernbahnhof und saß bereits um 13:09 Uhr in einem ICE nach Köln. Gut vier Stunden später, mit Umstieg in Köln und Bielefeld, setzte ich mich in Detmold in ein Taxi, das mich nach Hause brachte. Es war eine nahezu perfekte Reise, wie ich sie schon lange nicht mehr erlebt habe. Auch, wenn ein Condor-Langstreckenflug nur in der Premium Class erträglich ist. Während der Rundreise stimmte einfach alles. Die Mayastätten wurden von Tag zu Tag interessanter. Die Besichtigungszeiten optimal vor den Tagesbesuchern gelegt. Die Hotels konnten nicht zentraler liegen und waren landestypisch individuell, aber mit dem Komfort, den man sich wünscht. Wie uns Alexandra als Reiseleiterin mit auf die Zeitreise nahm, ging nicht interessanter und kurzweiliger. Das Badehotel Dreams Tulum war seine fünf Sterne wert. Die Juniorsuite groß, alles sehr gepflegt. In welchem All-inklusive-Hotel darf man schon gehobene Gastronomie genießen und bekommt die Drinks an die Liege serviert. zur Yucatan-Foto-Galerie:

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Silke Wolff
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